Archiv | November, 2017

Thanksgiving, amerikanischer Apfel Pie

23 Nov

Ich kannte meinen Mann schon lange bevor wir zusammen kamen. Er erzählte mir, dass er jedes Jahr mit seiner Familie Thanksgiving mit Truthahn und alles was dazu gehört feiert. Als seine Eltern mich zu Thanksgiving eingeladen haben, freute ich mich so fest auf den Anlass, denn ich hatte noch nie einen Truthahn gegessen.

Dies ist nun mehr als 10 Jahren her und jedes Jahr steht mein Schwiegervater Stunden in der Küche, um uns ein Festmahl zuzubereiten. Uns ist es bewusst, was das für eine Arbeit ist und bieten ihm immer Hilfe an, doch ob wir eine Hilfe sind bezweifle ich.

Seit einigen Jahren habe ich das Dessert übernommen. Natürlich muss ein klassischer amerikanischer Apple Pie auf den Tisch kommen.

Ich durfte sogar mal Thanksgiving in New York verbringen. Mit zwei Freundinnen machten wir New York unsicher. Natürlich wollten wir ein trationielles Thanksgiving Dinner und auch den legendären Umzug durch New York ansehen. Für uns eine sehr spezielle Erfahrung. Der Umzug war toll, jedoch sehr, sehr viele Menschen und ich sah leider nicht immer sehr viel. Gut sind die Luftballons etwas in der Luft, die sah ich sogar sehr gut.

Unser Thanksgivig Dinner war nicht so toll. Der Truthahn war trocken und mein Teller sah nicht so appetitlich aus. Jedoch wusste ich, dass wenn ich nach Hause komme, wir mit der Familie Thanksgiving feiern. Meine Schwiegereltern haben extra für mich, das Thanksgiving Dinner verschoben so hatte ich doch noch einen leckeren Truthahn.

Übrigens auch der Tag danach ist sehr spannend in New York. An diesem Tag findet der Black Friday statt. Ich habe es mir etwas anders vorgestellt, so mit in die Läden rennen und nach allem greifen was ich in die Hände bekomme, doch in New York war das nicht so. Wir hatten aber in den meisten Geschäften grossen Rabatt und ich hatte Angst, ob alles in meine zwei Koffern passen wird. Ja richtig gelesen 😉 2 Koffern, einen Grossen und einen kleinen Koffer den ich als Handgepäck mitnehmen kann 😉

Wie gesagt, ich bin für das Dessert zuständig und mache immer einen amerikanischen Apple Pie und durch die Jahren wurde mein Apple Pie immer besser. 

Das Original Rezept habe ich aus der Sendung „Sweet & Easy – Enie Backt“. Sie hatte Niki Göhl zu Besuch und dieses Rezept habe ich etwas nach meinem Geschmack angepasst.

Zutaten:

Für den Teig:

500g Mehl
5 EL Zucker
1 Prise Salz
250g kalter Butter
3-5 EL Eiswasser

Für die Füllung:

10 Äpfel
200g Zucker
100g Rohrzucker
4 EL Speisestärke
2 Zitronen
1 Prise Muskatnuss
1 KL Zimt

Zubereitung:

Schritt 1, Mürbeteig vorbereiten:

Mehl in eine Schüssel geben und mit Zucker und Salz vermischen. Die Butter muss schön kühl sein, in Flöckchen dazugeben. Löffelweise das kalte Wasser zufügen und alles zusammen mit den Händen zu einer glatten Mürbeteig kneten. Der Teig in eine Folie wickeln und in den Kühlschrank für eine Stunde legen.

Schritt 2, Äpfel vorbereiten:

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Die Äpfel schälen und entkernen. In 8teln schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. 100g Zucker zufügen und 30 Minuten stehen lassen.

Schritt 3, die Pieform vorbereiten:

Der Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in zwei Hälften teilen. Einen davon dünn ausrollen und in eine Pieform auslegen. Backofen auf 200˚c Ober- und Unterhitze vorheizen. Der Pie 10 Minuten auf die unterste Schiene vorbacken.

Schritt 4, Füllung fertigstellen:

Den Saft etwas absieben.

Restlichen Zucker, Rohrzucker, Speisstärke, Zitronenschale, Muskat und Zimt zu den Apfelstücken geben. Die Füllung auf die Pieform verteilen.

Schritt 5, Pie backen:

Den Backofen auf 180C herunterschalten. Den restlichen Teig ausrollen und als Haube darüber legen. Die Ränder müssen fest angedrückt werden. Mit dem Messer den Teig einschneiden und wer noch Teigreste hat, kann noch Herzen oder Sterne ausstechen und die Pie dekorieren. Für weitere 60-75 min die Pie fertig backen bis die Kruste goldgelb ist.

Am besten schmeckt der Pie lauwarm. Wer mag kann auch ein Vanilleeis dazu servieren. Ich wünsche euch ganz viel Spass beim nachbacken.

Eure Madelaine

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Hugo’s Geburtstagstorte

17 Nov

Hugo wurde 60 Jahre Jung und ich machte ihm als Überraschungs-Geburtstagsgeschenk eine Torte.

Hugo und ich arbeiteten mehr als 7 Jahren zusammen, danach wurde mir eine andere Funktion erteilt und ich wurde Springerin und arbeitete nur noch sporadisch mit ihm. Doch wir zwei verstanden uns blind. Unsere Gespräche vermisste ich am meisten.

Hugo ist ein Mann der Party machen kann. Ich sage ihm immer, er sei viel jünger als ich, denn wenn ich eine halbe Nacht durchtanze kann man mich am nächsten Tag nicht mehr brauchen. Aber nicht bei Hugo.

Er hatte eine grosse Party geplant und fragte mich ob ich eine Torte für ihn machen könnte. Leider konnte ich auf der Party nicht mit dabei sein, denn ich war unterwegs nach München. Somit meinte er, ich kann ihm keine Torte machen. Immer wieder fragte ich nach, wo er denn was bestellt hat, nicht, dass er noch eine Torte bestellte.

Er feiert nicht nur seinen 60. Geburtstag sondern auch 30. Jahre bei der Firma und 20 Jahre Zürich.

Ich wollte für ihn unbedingt eine farbige Torte machen, jedoch hatte ich keine Idee. Immer wieder veränderte ich meine Zeichnungen und zum Schluss wusste ich nicht mehr was ich machen sollte. Also begann ich einfach nochmals und habe alles sehr spontan entschieden.
Wie gesagt konnte ich leider nicht an der Party dabei sein, also habe ich Arbeitskollegen von mir Anweisungen gegeben wann die Torte aus dem Kühlschrank raus muss und wie sie geschnitten wird.Liefern konnte ich die Torte noch selber, durch halb Niederdorf bin ich gelaufen mit der Torte und meine Arme fühlten sich wie Gummi an. Genau an diesem Ort kann man nicht mit dem Auto hinfahren und ich musste ja so viel Glück haben und das Tram fuhr leider nicht. Aber die Torte ist heil angekommen und die Überraschung ist wirklich gelungen. Ich hatte von einigen Arbeitskollegen und von Hugo Fotos erhalten, so war ich auch ein bisschen mit dabei.

Eure Madelaine